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Aktuelles - April 2017

Mit Disziplin zum Gipfel

Adrian Sauer auf seinem Mountainbike
Über Stock und Stein: Adrian Sauer auf seinem Mountainbike (Foto: privat)

Täglich üben, Ausdauer beweisen, sich bergauf kämpfen – auch wenn der Weg mal steiniger wird: Als ehemaliger Leistungs-Mountainbiker ist Adrian Sauer sportliche Anstrengungen gewohnt. Von 2008 bis 2013 trainierte der 26-Jährige aus Oberkirch im Schwarzwald als Cross-Country-Rennfahrer im baden-württembergischen Landeskader, startete in der Mountainbike-Bundesliga und trat sogar für das deutsche Nationalteam bei Weltcuprennen in die Pedale.

Genauso viel Ehrgeiz steckt er seit dem Wintersemester 2015 in ein Bachelorstudium im Fach Wirtschaftswissenschaft an der FernUniversität in Hagen. Trotz eines Vollzeitjobs erbringt er die Studienleistungen in Höchstgeschwindigkeit. Adrian Sauer führt das vor allem auf seine Erfahrungen aus dem Sport zurück: „Vom Radfahren konnte ich diese ganze Zielstrebigkeit und Konsequenz ins Fernstudium mitnehmen.“ Zielstrebigkeit, die sich lohnt: Für seine Lernleistung auf Profiniveau vergab die FernUniversität Anfang des Jahres 2017 ein Deutschlandstipendium an den gebürtigen Schwarzwälder. Die Förderung versteht er als zusätzlichen Ansporn: „Es motiviert mich, zu sehen, dass auch andere meine Arbeit wertschätzen.“

Doch es ist auch die hohe Motivation der Kommilitoninnen und Kommilitonen, die Adrian Sauer an seinem Studium begeistert. Für ihn liegt in der allgemeinen Leistungsbereitschaft sogar ein besonderes Merkmal der FernUniversität. „Das Schöne am Fernstudium ist, dass hier alle so richtig Bock darauf haben, zu lernen. An der FernUni sagt man: Ich studiere für mich! Die Leute müssen nicht, sie wollen!“, freut sich der Stipendiat über das gute Lernumfeld.

Nach dem Master ist vor dem Master

Erfolg hatte Adrian Sauer allerdings schon an der Präsenzuni: Im Wintersemester 2014/15 erlangte er seinen Master im Fach Maschinenbau am Karlsruher Institut für Technologie. Damals im Erststudium entschied sich der Radsportler auch, seine Karriere als Rennfahrer zu beenden und nur noch in der Freizeit aufs Mountainbike zu steigen: „Ich wollte im Studium einfach keine Kompromisse machen“, erklärt er – eine Maxime, die für den Fernstudenten noch heute gilt.

Als leidenschaftlicher Wettkämpfer fasst Adrian Sauer, noch während er auf seine Bachelorarbeit zusteuert, schon das nächste Ziel ins Auge: Im Mai tritt er eine Promotionsstelle in einem Unternehmen für Medizintechnik an. Dass er in nicht allzu ferner Zukunft auch ein Masterstudium in Hagen machen wird, schließt der Stipendiat dennoch nicht aus. Für ihn ist klar: „Ich möchte irgendwann auf jeden Fall noch diesen Abschluss an der FernUni machen, damit sich das Studium so richtig abgeschlossen anfühlt. Wenn es während der Promotion nicht klappt, dann eben danach!“ Angst vor dem gesteigerten Arbeitsaufwand hat Adrian Sauer jedenfalls nicht. Seine bisherigen Erfahrungen mit dem Fernstudiensystem stimmen ihn optimistisch: „Belastungstechnisch geht das.“

Immer in Bewegung

Wie verzahnt Studium und Sport für den begeisterten Mountainbiker sind, erkennt man bereits an seinen speziellen Lernmethoden. So schwört er etwa auf eine Kombination aus Körper- und Gehirntraining: Mithilfe eines Mikrofons verwandelt Adrian Sauer den aktuellen Lernstoff einfach in eine Audiodatei und schwingt sich anschließend auf den Sattel. Über seine Kopfhörer hört er sich die aufgenommenen Inhalte dann an, während er durch die Natur radelt. „Dieses Vorgehen habe ich im Fernstudium extrem intensiviert“, verrät er.

Auch abseits der Radstrecke steht der Student auf Geschwindigkeit: Eigens für das Fernstudium hat er sich eine Schnelllesetechnik angeeignet, mit der er wissenschaftliche Texte noch effizienter erfasst. Besonders freut sich Adrian Sauer, wenn er seine Lernstrategien auch an andere vermitteln kann. Aus diesem Grund hat er extra eine Lerngruppe ins Leben gerufen. Mitglieder sind Bekannte aus der Mountainbikeszene, die ebenfalls studieren. Die Zusammenstellung des Teams erscheint nur konsequent: „Radsportler haben einfach dieses Wettbewerbsgen“, meint Adrian Sauer mit einem Augenzwinkern.

Benedikt Reuse | 19.04.2017
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