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Aktuelles - April 2017

Vorträge und Veröffentlichungen

Unser Forschungsticker macht FernUni-Forschung sichtbar. Auf welchen Konferenzen sprechen unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler? Welche neuen Bücher haben sie publiziert? Welche Auszeichnungen haben sie erhalten? Und in welchen Lehrgebieten ist Forschungsbesuch zu Gast?

Veröffentlichungen

Prof. (i. R.) Dr. Georg Simonis


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Erstes deutschsprachiges Lehrbuch zu globaler Klimapolitik

Das erste Lehrbuch in deutscher Sprache über globale Klimapolitik hat der emeritierte Politologie-Professor Dr. Georg Simonis Anfang April 2017 publiziert. Von 2006 bis 2008 war der Herausgeber Professor für Internationale Konflikte und Umweltpolitik an der FernUniversität in Hagen. Der Band trägt den Titel „Handbuch Globale Klimapolitik“ und erscheint beim Schöningh-Verlag in der Reihe utb (ISBN-Nummer: 9783825286729).

In das Buch floss auch die Expertise heutiger wie früherer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der FernUniversität ein. Sie alle verbindet die Lehrtätigkeit im Interdisziplinären Studiengang Umweltwissenschaften („infernum“): So verfasste Dr. Daniel Otto, Wissenschaftlicher Mitarbeiter in diesem Studium und im Lehrgebiet Internationale Politik, einen Fachbeitrag. Als ehemalige FernUni-Lehrende sind Prof. Dr. Brigitte Biermann, Dipl.-Wirt.-Ing. Jenny Tröltzsch und Sebastian Gebauer M.A. mit eigenen Kapiteln vertreten.

Das Werk behandelt das Thema „Klimawandel“ aus sozial- und politikwissenschaftlicher Sicht. Dabei wird das stockende Fortkommen in der weltweiten Klimapolitik weniger auf mangelnde Innovationskraft denn auf politischen Widerstand zurückgeführt: Akteurinnen und Akteure, die bisher von der Nutzung fossiler Energiequellen profitiert haben, klammern sich an den Status Quo und arbeiten gegen Maßnahmen des globalen Klimaschutzes an. Indessen hat das 2015 getroffene Abkommen von Paris gezeigt, wie wichtig die Kooperation auf politischer Ebene ist, um die drohende Gefahr eines Umweltkollapses zu verhindern.


Prof. Dr. Peter Brandt


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Studierende schreiben über Geschichte Skandinaviens

In den hohen Norden führte eine Exkursion des Lehrgebiets Neuere Deutsche und Europäische Geschichte von Prof. Dr. Peter Brandt, an der Studierende der FernUniversität in Hagen im Sommersemester 2011 teilnahmen. Den Erkenntnisgewinn ihrer Spurensuche in Bergen, Oslo und Stockholm haben die Teilnehmenden in verschiedenen wissenschaftlichen Aufsätzen festgehalten. Einige von ihnen wurden jetzt im Sammelband „Der skandinavische Weg in die Moderne. Beiträge zur Geschichte Norwegens und Schwedens vom Spätmittelalter bis ins 20. Jahrhundert“ publiziert.

Das Buch ist im Berliner Wissenschafts-Verlag erschienen (ISBN: 9783830536383) und wurde unter anderem von Prof. Brandt herausgegeben. Der FernUni-Historiker ist seit 2014 im Ruhestand. Weitere Herausgeber sind Miriam Horn und Dr. Werner Daum, beide ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiter Brandts.

Die wissenschaftlichen Artikel werfen Schlaglichter auf verschiedene Etappen und Phänomene der historischen Entwicklung Norwegens und Schwedens. So wird der Kult um Gustav II. Adolf von Schweden gleichermaßen thematisiert wie die Wirkungsgeschichte nordischer Sagaliteratur, Antisemitismus oder der musikalische Einfluss des Komponisten Edvard Grieg auf die nationale Identität Norwegens. Letztendlich geht es um die Frage, inwiefern so etwas wie ein „skandinavischer Weg“ in die Moderne überhaupt konstatiert werden kann.


Prof. Dr. Jürgen Weibler


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Coaching in Organisationen – Fakten und Bewertung

Coaching ist in vielen westlichen Ländern – auch in Deutschland – allgegenwärtig. Es hat eine enorme Durchdringung mit unterschiedlichen Zielsetzungen in der Anwendung gefunden: in Sport, Privatleben, Sozialarbeit, Politik, Organisationen und sogar bei Studierenden. Aber was ist unter Coaching zu verstehen? Lässt sich die ihm zugemessene Wirksamkeit messen? Diesen Fragen ist man am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Personalführung und Organisation an der FernUniversität in Hagen mit einer zusammenführenden Studie grundlegender nachgegangen und hat systematisch Studien mit Führungsrelevanz ausgewertet. Die Essenz: Die Wirksamkeit des Coachings lässt sich in den untersuchten Fällen tatsächlich empirisch belegen. Allerdings zeigen sich zwischen den Studien eine starke Bandbreite an Wirkungen und deren Effektstärken. Coaching wirkt also nicht immer gleich stark. Ursächlich hierfür ist eine Vielzahl an Faktoren. Mehr hierzu hat Prof. Dr. Jürgen Weibler bei Leadership Insiders veröffentlicht.


Dr. Sigrid Endres, Prof. Dr. Jürgen Weibler


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Innovatives Drei-Komponenten-Modell Relationaler Führung

Dr. Sigrid Endres und Prof. Dr. Jürgen Weibler (Lehrstuhl für BWL, insb. Personalführung und Organisation) haben in ihrem aktuellen Review-Artikel einen zukunftsweisenden Stream der neueren Führungsforschung analysiert und weiterentwickelt. Basierend auf einem systematischen Review und einer kritisch interpretativen Synthese zahlreicher empirischer Studien wurde schließlich ein innovatives Drei-Komponenten-Modell Relationaler Führung generiert. Der Artikel wurde im International Journal of Management Reviews (IJMR) veröffentlicht, das weltweit zu den Top 10 des Faches zählt (Platz 5 von 120 Zeitschriften in der Kategorie „Business“ und Platz 7 von 192 in der Kategorie „Management“).

Endres, Sigrid; Weibler, Jürgen: Towards a Three-Component Model of Relational Social Constructionist Leadership (RSCL): A Systematic Review and Critical Interpretive Synthesis, in International Journal of Management Reviews, 2017, 19, 214-236, DOI: 10.1111/ijmr.12095.


Carolin Annemüller | 21.04.2017
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